Konfliktmineralienbericht 2016

 

Die proServ electronic GmbH ist sich ihrer ethischen Verantwortung zum Thema ‚Konfliktmineralien‘ bewusst und ist in höchstem Maße darauf bedacht, in keinster Weise die Gewalt und Verletzung von Menschenrechten in Zentralafrika in Zusammenhang mit dem Abbau der Mineralien Gold, Zinn, Wolfram und Tantal zu unterstützen bzw. zu fördern.

Aus diesem Grund ist es uns ein Anliegen, den im Dodd-Franck-Act der Vereinigten Staaten von Amerika festgelegten Anforderungen an Transparenz und Verbraucherbewusstsein nachzukommen, obwohl wir als ein in Europa ansässiges, nicht börsennotiertes Unternehmen vom Gesetzgeber nicht dazu verpflichtet sind.

 

Um genaue Angaben über die Nutzung von Konfliktmineralien in den von uns vertriebenen Produkten machen zu können, sind wir auf die Informationen unserer Lieferanten angewiesen, da dies die einzigen zuverlässigen Informationsquellen in Bezug auf die Stoffe sind, die bei der Herstellung unserer Produkte verwendet werden.

 

Dazu haben wir – wie bereits seit mehreren Jahren - auch in diesem Jahr wieder eine Studie angefertigt. In dieser Studie baten wir unsere Lieferanten um Bekanntgabe ihrer Schmelzbetriebe bzw. Raffinerien. Wir sind uns bewusst, dass diese Aufgabe eine lange Rückverfolgung der Lieferkette zur Folge haben kann und somit ein sehr aufwendiger Prozess ist.

Um die Rückverfolgung zu vereinfachen, wählten wir die iPoint Conflict Minerals Platform (‚iPCMP‘). Der Anbieter iPoint ConflictMineralsPlatform ist weltweit führend im Bereich Konfliktmineralien-Compliance. Mit der webbasierten iPCMP-Softwarelösung hat man die Möglichkeit, Daten über Konfliktmineralien entlang der gesamten Lieferkette effizient zu sammeln und zu verarbeiten.

 

Für das Kalenderjahr 2016 hat die proServ electronic GmbH  Anfragen an über 150 Lieferanten verschickt. In den entsprechenden Schreiben wurden die Lieferanten über unsere Erwartungen hinsichtlich ihrer Due Diligence Measures (Sorgfaltspflichten) informiert und sie wurden gebeten, das Conflict Minerals Reporting Template auszufüllen.

 

Die Auswertung der Daten hat ergeben, dass im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine deutlich höhere Bereitschaft und ein größeres Verantwortungsbewusstsein seitens unserer Lieferanten in Bezug auf die Bekämpfung der Verletzung von Menschenrechten in Zentralafrika in Zusammenhang mit dem Abbau der Mineralien Gold, Zinn, Wolfram und Tantal zu erkennen ist. Dies ist eine sehr positive Entwicklung.

 

Die Auswertung der Antworten hat ergeben, dass 28,6 % (18,5 % in 2015) der Lieferanten für Zinn angaben, dass die angefragten Länder nicht das Ursprungsland ihrer an uns gelieferten Konfliktmineralien seien. Für Gold gaben dies 31,5 % (19,5 % in 2015) der Lieferanten an, bei Tantal belief sich die Angabe auf 13,4 % (11,4 % in 2015) und bei Wolfram waren es 9,1 % (1,1 % in 2015).

Leider konnten wir bei der Auswertung der verbliebenen Antworten bzw. der nicht erteilten Antworten nicht ausschließen, dass die verwendeten Konfliktmineralien aus der DR Kongo oder deren Anrainerstaaten stammen.

Aufgrund dieser nicht zufriedenstellenden Situation kommt die proServ electronic GmbH derzeit ihren Sorgfaltspflichten aufs Genaueste nach und versucht, weitere Informationen von den entsprechenden Lieferanten zu erhalten. Im Falle, dass einer der Lieferanten in seiner Antwort ein eventuelles Vorhandensein von Konfliktmineralien aus den betreffenden Ländern deklariert, werden wir dies genauestens nachverfolgen und um detaillierte Informationen bitten.

Für die Zukunft wird die proServ electronic GmbH weiterhin äußerst bemüht sein, die Rücklaufquote unserer Erhebungen sowie die Vollständigkeit der Lieferantenantworten auf unsere Anfragen zu verbessern.

 

Risiko-Minderungs-Maßnahmen (Risk Mitigation Measures)

Zusätzlich zu den normalen Arbeitsprozessen und –Maßnahmen, die durchgeführt werden, um das Risiko von Konfliktmineralien in der Lieferkette, die den bewaffneten Kampf in der DR Kongo und deren Anrainerstaaten unterstützen, zu minimieren, wird die proServ electronic GmbH fortfahren, die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten, damit Lieferanten, die keine Antwort erteilt haben bzw. eine inkomplette Antwort erstellten, zukünftig das Template komplett ausfüllen. Außerdem wird die proServ electronic GmbH  ihre  Sorgfaltspflicht-Maßnahmen bei bestehenden und neuen Lieferanten, die in dem jeweils betreffenden Jahr Teil des Lieferprozesses sind, erweitern.

 

Schlusswort

Die proServ electronic GmbH ist momentan leider nicht in der Lage zu bestimmen, ob die von oder für uns im Kalenderjahr 2016 hergestellten Produkte komplett frei von Konfliktmineralien sind.

 

 

 

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